Literatur über Geinsheim

  1. Haußner, Philipp: Unsere Heimatkirche, Speyer 1948
  2. Chorsängerverein 1791 Geinsheim, Festschrift zum 160jährigen Stiftungsfest, 1951
  3. Rößler, Ludwig: Geschichte des Dorfes Geinsheim (Pfalz), maschinenschriftl., 1960
  4. Geinsheim in der Pfalz, Beiträge aus Vergangenheit und Gegenwart eines Gäudorfes, 1988
  5. Diebold, Klaus: SV 1920 Geinsheim, Sport-Chronik 1920 - 1990, 1990
  6. Leibig-Bauer, Gerlind: Leibig, eine 300jährige Familiengeschichte in Geinsheim, 1992
  7. Kästel, Norbert: 125 Jahre Männergesangverein Geinsheim e. V., 1993
  8. Kästel, Norbert: 100 Jahre katholischer Kirchenchor Geinsheim, 1995
  9. Kästel, Norbert: St. Peter und Paul Geinsheim; Zur Geschichte der Kirche und der Pfarrei, 1998
  10. Kästel Norbert: ...mit Herz und Seele immer zu Hause, Briefwechsel von zwei mutigen Mädchen in Spanien mit ihren Eltern in der Heimat, 1999
  11. Kästel, Norbert: Das Kriegerdenkmal und Denkmäler für Opfer von Kriegen in Geinsheim, 2001
  12. Gospodarczyk, Margarete: 100 Jahre Kindergarten St. Josef, 2002
  13. Kästel, Hildegard: Familienbuch der Pfarrei St. Peter und Paul, 1655 bis 1810, 2002
  14. Kästel, Norbert: 125 Jahre Schul- und Gemeindehaus in Geinsheim, mit Beiträgen zur Geschichte der Geinsheimer Schule, 2003
  15. Kästel, Norbert: Pater Theodor Schneider S:J:, einer der Begründer der katholischen Kirche in Nordamerika, zu seinem 300. Geburtstag, 2003
  16. Kästel, Norbert: Im Heimatort nicht vergessen - bedeutende Personen aus Geinsheim, 2004
  17. Kästel, Norbert: "Kästel" seit mehr als 300 Jahren in Geinsheim, aus der Geschichte einer vorderpfälzischen Familie, 2005
  18. Kästel, Hildegard: Familienbuch der Pfarrei St. Peter und Paul Geinsheim, 1810 bis 1870, 2005
  19. Kästel, Norbert: Sie haben Geinsheim mitgestaltet - Frauen und Männer, die Geinsheim im 20. Jahrhundert mitgeprägt haben, 2006
  20. Kästel, Norbert: Die Ganerb einst und heute, 2006
  21. Kästel, Norbert: 100 Jahre St. Elisabethenverein in Geinsheim, 2007
  22. Kästel, Norbert: Johann Michael Geither, General Napoleons, seine Familie in Ubstadt und Maikammer, sein abenteuerliches Leben, seine Nachfahren und sein Nachlass in Geinsheim, 2008
  23. Kästel, Norbert: Geinsheim - Stationen beim Gang durch den Ort und seine Geschichte, 2008
  24. Kästel Norbert: Ein Kreuz und seine Stifterfamilie, 2008/2009
  25. Kästel, Norbert: Einwohner von Geinsheim - Einblicke in die Bevölkerungsentwicklung, 2009
  26. Kästel, Hildegard: Familienbuch der Pfarrei St. Peter und Paul Geinsheim - 1870 bis 1910, 2010
  27. Kästel, Norbert: Geinsheim wie`s früher war - Ansichtskarten, Straßenansichten, verschwundene Häuser, 2010
  28. Kästel, Norbert: Einblicke in die Ortsverwaltung, vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 2011
  29. Kästel Norbert; Die Dompräsenzgüter und ihr Hofhaus, 2011
  30. Kästel, Norbert: Gemarkung von Geinsheim, 2012
  31. Kästel, Norbert: Das bayerische Königshaus und Geinsheim, 2013
  32. Kästel Norbert; Der Pfefferminzanbau in Geinsheim, 2013
  33. Adam, Karl: Aus "Spar- und Darlehenskasse" wird "Raiffeisenkasse Geinsheim, 2014
  34. Müller Bernd; Der kulturelle Einfluß der Araber auf das Deutsche Reich während der Kreuzzüge, 20. März 2014
  35. Kästel Norbert: "Familiäre Verbindungen über den Rhein", 2014
  36. Kästel Norbert: Geinsheim, Kurzer Gang durch den Ort und seine Geschichte, 2014
  37. Kästel Norbert: Der Erste Weltkrieg und Geinsheim in der Pfalz, 2014
  38. Kästel Norbert: Denkmäler- und Kleindenkmäler, 2015
  39. Kästel Norbert; Seit 175 Jahren Ludwigskerwe bzw. Ludwigsmarkt, 2015
  40. Kästel Norbert; Naziherrschaft und Zweiter Weltkrieg in Geinsheim in der Pfalz, 2015
  41. Kästel Norbert; Als Geinsheim in der Pfalz zu Frankreich gehörte, 2016
  42. Kästel Norbert; Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul Neustadt-Geinsheim, 2016
  43. Kästel Norbert; Geschichte und Geschichten - Ausgewählte Beiträge aus dem Gäudorf, 2016
  44. Beschreibung der Gedenkstätte für gefallene und vermisste Soldaten in der Kirche, 2017

Eine Auswahl der in Buchform erschienenen Heimatgeschichtlichen Schriften von Norbert Kästel und seiner Gattin wird im Folgenden vorgestellt

Geinsheim/Pfalz: Geschichte und Geschichten

Die Veröffentlichung von Norbert Kästel enthält eine breitgefächerte Sammlung von Beiträgen zu Geinsheim, die einen Einblick in das Leben seiner Bürger bietet.

 

Die Veröffentlichung ist ab Dezember 2016 an den bekannten Verkaufsstellen erhältlich.

Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul Neustadt-Geinsheim/Pfalz

Der Kirchenführer liegt in der Kirche aus und ist zudem über die bekannten Verkaufsstellen in Geinsheim zu erwerben.

Als Geinsheim in der Pfalz zu Frankreich gehörte

Die im Frühjahr 2016 veröffentlichte Schrift von Norbert Kästel gibt einen Überblick über die Zeit, in der in Folge der Französischen Revolution große Teile der linken Rheinseite unter französischer Besatzung standen und geht auf die Einflüsse dieser Zeit auf die weitere Entwicklung unter bayerischer Regierung ein.

Naziherrschaft und Zweiter Weltkrieg

Die Veröffentlichung von Norbert Kästel ist eine Begegnung mit der Zeit der Naziherrschaft und dem Zweiten Weltkrieg. Geinsheim blieb von diesen gesellschaftspolitischen Entwicklungen und ihren verhängnisvollen Auswirkungen nicht unberührt.

 

Die Veröffentlichung ist ab Dezember 2015 an den bekannten Verkaufsstellen erhältlich.

Seit 175 Jahren Ludwigskerwe bzw. Ludwigsmarkt

Denkmäler- und Kleindenkmäler

Der Erste Weltkrieg und Geinsheim in der Pfalz

Die Veröffentlichung von Norbert Kästel beleuchtet das geschichtliche Ereignis des Ersten Weltkriegs, das auch als "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" bezeichnet wurde und zeigt anhand von Bildern, Dokumenten und überlieferten Erzählungen, wie das Leben in unserem Heimatdorf Geinsheim beeinflusst und dauerhaft geprägt wurde.


Kurzbeschreibung: Gemarkung von Geinsheim (Autor Norbert Kästel)

In den letzten Tagen legte Norbert Kästel seine neueste Heimatgeschichtliche Schrift "Gemarkung von Geinsheim" vor, die ab sofort käuflich erworben werden kann.

 

Auszug aus dem Vorwort von Norbert Kästel:

 

"Im Jahre 1969 wurde die Gemeinde Geinsheim in die Stadt Neustadt an der Weinstraße eingemeindet. Damit wurde auch das Gebiet der bisher selbstständigen Gemeinde mit dem der Stadt und der anderen Ortsteile vereinigt. Offiziell besteht also die Gemarkung von Geinsheim nicht mehr. Im Bewusstsein der Bevölkerung ist sie aber noch vorhanden. Eine in Jahrhunderten gewachsene Bindung zwischen Bevölkerung, Dorf und Gemarkung hinterlässt tiefe Spuren, so z.B. die Gliederung durch Bäche und Verkehrswege, die bekannten Flurnamen und die heute immer noch bestehenden Besitzverhältnisse.

 

Besonders viele ältere Geinsheimer, die aus Familien kommen, die Besitz in der Gemarkung hatten und darauf Feldbau betrieben, haben mehr oder weniger angenehme Erinnerungen an die Arbeit auf Äckern, Wiesen, Weinbergen und im Wald. Die Fluren der Gemarkung gehörten zum gewohnten und bekannten Lebensraum, während jenseits der Gemarkungsgrenzen gleichsam "fremdes Gebiet" war.

 

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts haben immer mehr Einwohner von Geinsheim die bisher im Haupt- oder Nebenberuf ausgeübte Landwirtschaft aufgegeben. Damit sind, vor allem bei der jüngeren Bevölkerung, auch das Erleben und das Kennenlernen der Landschaft zurückgegangen. Einen weiteren Schritt in diese Richtung brachte die Flurbereinigung, die seit dem Jahre 2003 in der Geinsheimer Gemarkung im Gange ist. Es ist daher sicher gerechtfertigt, die ehemalige Gemarkung von Geinsheim besonders zu betrachten und darzustellen, was in vorliegender Arbeit versucht wird.

 

Der Schrift wünsche ich viele interessierte Leser.

Geinsheim, im Jahr 2012

 

Norbert Kästel

 

Im Dokument werden in der Vergangenheit gebräuchliche Flurnamen gelistet und erklärt
Gemarkung, Ausschnitt.doc
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Geinsheim: Stationen beim Gang durch den Ort und seine Geschichte (Autor Norbert Kästel)

In der vorliegenden Schrift von 2008 wurden in möglichst prägnanten Kapiteln wesentliche Abschnitte aus der Geschichte Geinsheims aufgezeigt und bemerkenswerte Gebäude und Plätze des Ortes vorgestellt werden.

Die Siedlung Geinsheim ist in der Frühzeit der germanischen Landnahme entstanden und lag in der Nähe des Kropsbachs und des Nellenbachs. Nach der Gründung der Siedlung dauerte es mindestens zwei Jahrhunderte, bis der Ort 774 im sog. Lorscher Kodex über eine Schenkung an das Kloster Lorsch erstmals erwähnt wurde.

Um das Jahr 800 gab es in Geinsheim bereits eine Kirche, die zu einem Hofgut gehörte und um 1000 in den Besitz des Klosters Weißenburg kam. Zwischen 1269 und 1277 übernahm das Domkapitel zu Speyer das Patronat über die Kirche, was zur Folge hatte, dass der Bischof über Jahrhunderte der zuständige Landesherr war.

Die Zugehörigkeit zum Hochstift Speyer fand ihr Ende, als französische Revolutionstruppen das linke Rheinufer besetzten und das Gebiet im Frieden von Campo Formio 1797 französisch wurde. Ab dem Wiener Kongress 1815 erhielt das Königreich Bayern das künstlich geschaffene Gebiet links des Rheins.

Das Ortsbild von Geinsheim wurde zu jeder Zeit geprägt durch Gebäude und Plätze, die einem ständigen Wandel unterworfen waren. Die baulichen Veränderungen werden in Wort und Bild eindrucksvoll dargestellt. 

Johann Michael Geither (Autor Norbert Kästel)

Der spätere Brigadegeneral Michael Geither wurde am 10. November 1769 in Ubstadt geboren und wuchs ab 1775 im Heimatdorf seiner Mutter in Maikammer auf. Unter nicht exakt geklärten Umständen schloss sich Michael Geither mit seinem älteren Bruder Martin 1784 der französischen Armee in Landau an. In den Wirren der französischen Revolution kam Michael Geither zum republikanischen Heer und war unter Napoleon an der Expedition gegen die Engländer in Ägypten beteiligt. Nach mehreren erfolgreich verlaufenen Schlachten in den Koalitionskriegen wurde der mehrfach verletzte 42-jährige Michael Geither 1811 zum Brigadegeneral befördert und kurz darauf zum Offizier der Ehrenlegion ernannt. Nach der Rückkehr aus dem verheerenden Rußlandfeldzug wurde Michael Geither 1814 in Straßburg als Kommandeur einer Brigade eingesetzt. Nach der Rückkehr von Napoleon aus der Verbannung wurde Michael Geither zum Kommandanten der Zitadelle von Straßburg ernannt und zwei Monate später zum Kommandeur der Festung Landau. Nach der erneuten Verbannung von Napoleon 1815 wurde Michael Geither aus der Armee entlassen und 1820 in den Ruhestand versetzt. 1830 wurde er in den Wirren der Juli-Revolution nochmals zum Kommandanten von Straßburg berufen, ersuchte aber aufgrund seiner zahlreichen Verletzungen 1831 um Demission.

 

Die Schrift  erläutert ausführlich den Familienstammbaum von Michael Geither und stellt die in Geinsheim heimisch gewordenen Familienmitglieder vor.

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Genealogiebericht Michael Geither
Der Genealogiebericht beschreibt die Familienzugehörigkeit von 47 Personen zum Brigadegeneral der französischen Armee Michael Geither
Michael Geither_Bericht.pdf
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Übersicht Stammbaum Michael Geither
Der Familienstammbaum des Brigadegenerals, der in Geinsheim seine letzte Ruhestätte gefunden hat, beinhaltet 47 Verwandte in 18 Familien und deckt den Zeitraum von 300 Jahren (1676 bis 1975) ab.
Geither mit Bild_All-In-One Chart.pdf
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Geinsheim wie's früher war (Autor Norbert Kästel)

In keiner Epoche der letzten Jahrhunderte haben sich die Lebensverhältnisse der Menschen – auch in unserem Heimatdorf – so grundlegend verändert wie im 20. Jahrhundert. Die Historische Schrift „Geinsheim wie’s früher war“, die Norbert Kästel 2010 verfasste, zeigt anhand von alten Ansichtskarten und historischen Bildern den Wandel, den Geinsheim in den letzten 120 Jahren durch bauliche Veränderungen und durchgeführte Strukturmaßnahmen erfahren hat. In der reich bebilderten Schrift spiegeln verschiedenartige Bilddokumente augenfällig diese Veränderungen im Ortsbild wider. So mussten zahlreiche auch kunsthistorisch wertvolle Gebäude funktionellen Neubauten weichen. Andererseits konnte neuer Wohnraum die Lebensverhältnisse der Bevölkerung wesentlich verbessern.

 

Die dargestellten Motive von Ansichtskarten, die um die Jahrhundertwende durch die Entwicklung der Chromolithographie für die Menschen verfügbar wurden und sich großer Beliebtheit erfreuten, zeigen auf, worauf die damalige Bevölkerung stolz war und besonderen Wert legte.

 

Zahlreiche Bilder werden besonders bei der älteren Bevölkerung, die das alte Dorfbild noch in Erinnerung haben, nostalgische Gefühle wecken und ein Stück der Vergangenheit lebendig werden lassen. Wieder andere Bilddokumente machen schmerzhaft deutlich, wie in falsch verstandenem Fortschrittsglauben wertvolle Bausubstanz beseitigt und zerstört wurde. Weitere Bilder erinnern an freudige, aber auch an schmerzvolle Ereignisse im Ortsgeschehen.

 

Die bildliche Dokumentation trägt dazu bei, sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen und dadurch die Entwicklung des vergangenen Jahrhunderts besser zu verstehen.

Geinsheim: Einblicke in die Ortsverwaltung (Autor Norbert Kästel)

Verwaltung von Geinsheim seit der Eingemeindung
In dem Dokument werden Personen der Verwaltung für Geinsheim seit der Eingemeindung vorgestellt
Verwaltung, Ausschnitt.doc
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Einwohner von Geinsheim (Autor Norbert Kästel)

Auswanderer aus Geinsheim nach Nordamerika im 19. Jahrhundert
In dem Dokument sind die aus Geinsheim im 19. Jahrhundert nach Nordamerika ausgewanderten Menschen verzeichnet
Auswanderer.doc
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Auswanderer aus Geinsheim nach Südosteuropa
In dem Dokument sind die aus Geinsheim nach Südosteuropa ausgewanderten Menschen verzeichnet
Aus Geinsheim nach Südosteuropa.doc
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Sie haben Geinsheim mitgestaltet (Autor Norbert Kästel)

Einflussreiche Persönlichkeiten aus Geinsheim im 20. Jahrhundert
Der PDF-File enthält Lebensläufe von diversen Personen aus Geinsheim
Persönlichkeiten_Publikation.pdf
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Predigt Haußner, Philipp: Unsere Heimatkirche, Speyer 1948

Predigt von Dr. Philipp Haußner vom 09. Mai 1948
Während des feierlichen Gottesdienstes zum 75jährigen Jubiläum der Konsekration der katholischen Pfarrkirche hielt Domprobst Dr. Haußner die Predigt: Unsere Heimatkirche. Die Predigt wurde von der Pilger-Druckerei 1848 als Taschenheft veröffentlicht.
Unsere Heimatkirche.pdf
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Bedeutende Personen aus Geinsheim

Ein Kreuz und seine Stifterfamilie (Autor Norbert Kästel)

125 Jahre Schul- und Gemeindehaus in Geinsheim

100 Jahre Kinderschule oder Kindergarten in Geinsheim

Der nachstehende PDF-File beschreibt die wechselvolle Geschichte der Kinderschule in Geinsheim


100 Jahre Kindergarten_Norbert Kästel.pd
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Im nachfolgenden PDF-File ist eine Dokumentation über Schwester Bernadine Bukhart und ihre Mitschwestern enthalten, die Norbert Kästel zusammengestellt hat.


Ordensschwestern in Geinsheim.pdf
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Die Ganerb einst und heute (Autor Norbert Kästel)

Das Kriegerdenkmal: Denkmäler für die Opfer von Kriegen (Autor Norbert Kästel)

Pater Theodor Schneider aus Geinsheim (Autor Norbert Kästel)

Kästel seit mehr als 300 JAhren in Geinsheim (Autor Norbert Kästel)

... mit Herz und Verstand (Autor Norbert Kästel)

St. Peter und Paul Geinsheim (Autor Norbert Kästel)

100 Jahre katholischer Kirchenchor Geinsheim (Autor Norbert Kästel)

SV 1920 Geinsheim (Autor Klaus Diebold)

100 Jahre St. Elisabethenverein Geinsheim e.V.

Geinsheim und das bayerische Königshaus

Geinsheim, Kurzer Gang durch den Ort und seine Geschichte

Aus „Spar- und Darlehenskasse“ wird „Raiffeisenkasse Geinsheim“

Aus „Spar- und Darlehenskasse“ wird „Raiffeisenkasse Geinsheim“

 

Am 02. Februar 1896 gründeten 70 Bürger die Geinsheimer „Spar- und Darlehenskasse“. Erster Vorstandsvorsitzender wurde damals Bürgermeister Karl Eisenbiegler, erster Aufsichtsratsvorsitzender Pfarrer Heintz. Als erster Rechner wurde der Lehrer Martin Wörner verpflichtet.

Bei der Gründung dieser ersten Bank in Geinsheim wurde ganz nach dem Muster der Raiffeisenbewegung verfahren. Bereits der Genossenschaftsgründer Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818 bis 1888) und sein Vater waren Bürgermeister gewesen, der Großvater Pfarrer. Raiffeisen war ein Tatmensch und mit Geist, Phantasie und vielerlei Begabungen ausgestattet. Raiffeisen war überzeugter evangelischer Christ und stand immer auf der Seite der Schwächeren in der Gesellschaft. Die Motivation für sein sozialpolitisches Handeln war sein in der Bibel gegründeter Glaube. Er schrieb: „Wir betonen ausdrücklich die christliche Nächstenliebe, welche in der Gottesliebe und in der Christenpflicht wurzelt, daraus ihre Nahrung zieht und, je mehr geübt, umso kräftiger, umso nachhaltiger wird.“

 

Am 26. November 1946 beschlossen 46 Mitglieder bei der ersten Mitgliederversammlung nach dem Zweiten Weltkrieg die Umfirmierung zur „Raiffeisenkasse Geinsheim“. Anfang der 60er Jahre war die Raiffeisenkasse nicht mehr rentabel, da die Umsätze zu gering waren. Man sprach sogar von einer anzustrebenden Auflösung der Kasse.

 

 

Im Jahr 1962 wurde in der Geinsheimer Raiffeisengeschichte ein neues Kapitel aufgeschlagen. Die neu geschaffene Stelle des Geschäftsführers wurde mit dem 25-jährigen Karl Adam besetzt. Zudem wurden die Bankgeschäfte erstmals in eigenen Räumen in der Storchengasse mit täglichen Öffnungszeiten abgewickelt. Zunächst existierten nur ein Büro und ein Kundenraum. Seit der Gründung waren die Geschäfte immer im Haus des jeweiligen Rechners getätigt worden. Im Winter ging Karl Adam immer eine Stunde früher in die Geschäftsstelle, um den Ölofen anzuzünden, damit die „Stube“ warm war, wenn der erste Kunde um 9 Uhr kam.

 

Zu dieser Zeit wurde jeder Arbeitsvorgang händisch gebucht. Statt Kontoauszüge gab es Kontogegenbücher, in die alle Buchungen eingetragen wurden. Viele Kunden hatten vier Kontobücher u.a. für das Girokonto, die Warenforderungen, das Darlehen und ein Sparbuch.

 

Auf Empfehlung des Raiffeisenverbandes wurden einige Neuerungen im Buchungswesen umgesetzt und die Bankgeschäftsfelder und das Warensortiment erweitert. Heizöl, Waschmittel, Mehl und Haushaltswaren waren fortan zusätzlich zu erwerben.

 

Nach alter Tradition wurde das Tabaksgeld in einer Gastwirtschaft ausbezahlt. Einige Tabakbauern sahen dieses Vorgehen nicht mehr als zeitgemäß an, so dass beschlossen wurde, das Geld künftig bei der Raiffeisenkasse auszuzahlen. In der Blütezeit der Kulturpflanze Tabak waren immerhin 374 Tabakbauern ansässig, die, so wurde gemunkelt, nach Meinung mancher Ehefrau einen zu großen Teil des Geldes in der Gastwirtschaft ließen.  

 

Vor jeder Auszahlung des Tabakgeldes fuhren Karl Adam und drei Vorstandsmitglieder mit dem Auto zur Raiffeisenzentralbank in Ludwigshafen. Manchmal wurden auf diese Weise Geldbeträge bis 40 Tausend Mark befördert. „Wir waren immer froh, wenn wir mit dem Geld wieder daheim in der Bank waren, da auch damals schon Raubüberfälle vorkamen“.

In der 60er Jahren waren auch im Nebenerwerb noch viele Geinsheimer Bürger in der Landwirtschaft tätig. Bis zu acht Waggon Düngemittel und ein Waggon Saatkartoffeln wurden pro Jahr beim Raiffeisen gelagert. In den ersten Jahren wuchsen die Umsatzzahlen um ein Vielfaches, woran auch der zuverlässige und fachkundige Lagerhalter Fritz Leibig kräftigen Anteil hatte.

 

Unter dem Vorstandsvorsitzenden Johann Manger wurden 1964 die Geschäftsräume mit Panzerglas und Zentralheizung ausgestattet, so dass die Geschäftstätigkeit während der Umbaumaßnahmen in das alte Schulhaus verlegt werden mussten.

 

Neben den eigentlichen Aktivitäten der Raiffeisenbank wurde auch Fußball gespielt. So gründete im Jahr 1962 der damalige Landmaschinen-Geschäftsführer Klaus Böhm mit Karl Adam die „Raiffeisen-Fußballmannschaft“ in Geinsheim. Die Fußballspiele gegen die Saarmontan Mannheim und das Priesterseminar in Speyer  blieben in besonderer Erinnerung.

 

Am 21. Juni 1969 beschlossen die Raiffeisen-Mitglieder in einer Generalversammlung einstimmig die Fusion mit den Raiffeisenkassen Lachen-Speyerdorf, Hambach, Duttweiler und Geinsheim zur Raiffeisenbank Neustadt-Süd. Karl Adam führte ab diesem Beschluss die Geschäfte bis 1979 als Zweigstellenleiter weiter.

 

In späteren Jahren wurde das Raiffeisenlager sukzessive verkleinert und im September 1999 die neue Geschäftsstelle in der Gäustraße 63 bezogen.

Karl Adam: Verfasser eines Sportbuches

Familiäre Verbindungen über den Rhein

Norbert Kästel

 

Familiäre Verbindungen über den Rhein

 

Der Rhein war über Jahrhunderte, obwohl es keine Brücken darüber gab, kein Hindernis für Beziehungen zwischen den Menschen, die rechts und links des Flusses lebten. Das galt auch für die Bewohner des linksrheinisch gelegenen Ortes Geinsheim. In den Bereichen der Verwaltung, der Kirche, der Wirtschaft und des privaten Lebens wurden immer wieder Beziehungen über den Rhein hinweg hergestellt und gepflegt. Da sich die Herrschaftsbereiche der Kurpfalz und des Hochstifts Speyer zu beiden Seiten des Rheines erstreckten, waren in der Verwaltung Verbindungen unumgänglich. Seit dem 16. Jahrhundert pilgerten auf Anordnung der Herrschaft die gehfähigen Geinsheimer alljährlich an Pfingsten über den Rhein zum Wallfahrtsort Waghäusel. Mehrere aus Geinsheim stammende Priester waren Pfarrer in rechtsrheinischen Orten, so u. a. Johann Adam Mohr (1722-1760) in Knaudenheim bzw. Huttenheim, Johann Adam Muth (1734-1809) in Zeutern und Peter Heinrich Seithel u. a. in Bruchsal und Zeutern. Umgekehrt stammte der Geinsheimer Pfarrer Georg Casimir Zickler (1737-1759) aus Bruchsal. Der klassizistische Altar im alten Chor der Geinsheimer Kirche und das Kuzifix in der Geitherstraße wurden 1815 bzw. 1817 von dem Bruchsaler Bildhauer Joseph Sass geschaffen. Immer wieder gab es auch familiäre Verbindungen von Geinsheim ins überrheinische Gebiet. So heiratete der Geinsheimer Ambrosius Schaaf (geb. 1748) im Jahr 1782 die aus Mingolsheim stammende Ursula Apollonia Ederle. Aus Rheinhausen stammte Maria Elisabeth Hambsch (1766-1795), die erste Ehefrau des Johann Jakob Kästel (geb. 1767, verh. 1793). Im Jahr 1826 heiratete der aus Rheinhausen stammende Johannes Linnenfelser (1802-1856) in Geinsheim Anna Barbara Schilling (1801-1869) und wurde hier ansässig. Eine ganz intensive, heute noch andauernde familiäre Verbindung über den Rhein begründeten Franz Simon Kerlé und seine Tochter Barbara.

Franz Simon Kerlé kam am 27. Oktober 1797 in dem rechtsrheinischen Mingolsheim zur Welt. Wie sein Vater übte er den Beruf des Maurers aus. Man kann annehmen, dass der junge Handwerker auf der Suche nach Arbeit ins linksrheinische Lachen kam. Hier heiratete er am 16. August 1824 Eleonore Krauß. Das in Lachen ansässige Ehepaar hatte neun Kinder, das vierte davon war das Mädchen Barbara, geboren am 9. Juli 1827.

Barbara Kerlé heiratete am 2. Juni 1853 in ihrem Geburtsort Lachen den 12 Jahre älteren Witwer Christian Sauter. Dieser stammte aus einer alten in Lachen und Speyerdorf ansässigen Familie, war aber 1815 in Bruck bei Fürstenfeld, dem Heimatort seiner Mutter, geboren. Sein Vater war in Speyerdorf  Weinwirt, Krämer und Spezereiwarenhändler, Tätigkeiten die auch der Sohn Christian neben der Landwirtschaft ausübte.

Christian Sauter war in erster Ehe mit der aus Hanhofen stammenden Katharina Barbara Gros verheiratet. Seine Frau war aber 1852, nur wenige Tage nach der Geburt des Sohnes Heinrich verstorben. Nach 19-jähriger kinderloser Ehe mit Barbara geb. Kerlé starb Christian Sauter am 27. Mai 1872 in Speyerdorf. Seine Witwe heiratete sieben Jahre später in Geinsheim den Jakob Kästel.

Jakob Kästel, geb. am 21. November 1840 in Geinsheim, war in erster Ehe mit Barbara Weber, geb. am 27. September 1838, verheiratet. Das Ehepaar bekam sechs Kinder: Katharina (geb. 1865), Jakob (geb. 1866), Adam (geb. 1867-93), Barbara (geb. 1869, Johannes (geb. 1870) und Anna (geb. 1874). Die Kinder wurden Halbwaisen, als am 12. März 1876 Barbara Kästel geb. Weber starb.

Der 39-jährige Witwer Jakob Kästel heiratete am  1. September 1879 in Geinsheim die 52-jährige Witwe Barbara Sauter geb. Kerlé. Jakob Kästel betrieb neben der Landwirtschaft einen Handel mit landwirtschaftlichen Produkten, die er in Neustadt verkaufte. Es ist anzunehmen, dass sich Jakob und Barbara bei ihren Geschäften in Neustadt kennengelernt hatten, denn auch die Witwe Sauter handelte - wie früher mit ihrem Ehemann - mit Erzeugnissen aus der Landwirtschaft.

In dem an der Ecke von Unterdorfgasse und Hintergasse in Geinsheim gelegenen Haus (heute Gäustraße Nr. 49) betrieb Jakob Kästel mit seine Frau Barbara weiterhin ein Kolonialwaren- bzw. Spezereiwarengeschäft. Auch der Handel mit Produkten aus der Landwirtschaft wurde weitergeführt.

Das Haus von Jakob und Barbara Kästel, von „Sauters“ (ganz links).

 

Die „Sauter-Bas“, wie Barbara gemeinhin in Geinsheim liebevoll genannt wurde, hatte offenbar bald das Vertrauen der Mitbewohner gewonnen. Vor allem aber muss sie eine gute Familienmutter geworden sein; nach ihr erhielt nämlich die ganze Familie des Jakob Kästel den Übernamen „Sauter“. Die Kinder ihres Mannes und deren in Geinsheim verbliebenen Nachkommen waren schließlich nur noch mit dem von ihr stammenden Namen „Sauter“ bekannt, so „Sauter-Jakob“, „Sauter-Hannes“, „Sauter-Andres“, „Sauter-Adam“, „Sauter-Anna“, „Sauter-Otto“ u. a..

Die „Sauter-Bas“ Barbara pflegte offenbar die Verbindung nach Mingolsheim, dem Geburtsort ihres Vaters Franz Simon Kerlé. Nur so ist zu erklären, dass zwei „ihrer Kinder“ in Mingolsheim ihre Ehepartner fanden:

-      Jakob Kästel Junior, der „Sauter-Jakob“, heiratete am 4. Juli 1889 die aus Mingolsheim stammende Anna Klee. Das Ehepaar blieb in dem badischen Ort und betrieb Landwirtschaft. Hier wurden ihnen die Kinder Karl (geb. 1889), Andreas (geb. 1890), Karoline Sophie (geb. 1892) und Elise (geb. 1896) geboren. Nach dem Tod der Ehefrau Anna im Jahr 1899 heiratete Jakob Kästel 1900 in zweiter Ehe die ebenfalls aus Mingolsheim stammende Amalie Walter. Das Ehepaar bekam sieben Kinder: Rudolf (geb. 1901), Anna (geb. 1902), Josef (geb. 1904), Franz (geb. 1906), Adam (geb. 1908), Friedrich (geb. 1910) und Paula (geb. 1913). Durch Jakob Kästel und seine zahlreichen Nachkommen ist Mingolsheim zu einem richtigen „Kästel-Nest“ geworden. Zwei Töchter des Jakob Kästel aus Mingolsheim kamen aber durch ihre Heirat in die Pfalz, in die Heimat ihres Vaters:

-      Karoline Sophie Kästel (geb. 1892) heiratete 1912 in Geinsheim Michael Weber. Das Ehepaar lebte mit seinen Kindern Franz, Karl und Zita in Geinsheim.

-      Anna Kästel (geb. 1902) heiratete 1928 den Philipp Schmitt aus Duttweiler, wo das Ehepaar mit den Söhnen Karl und Hermann lebte.

Familie des Jakob Kästel in Mingolsheim, um 1918 (v. l.):

Söhne Karl, Rudolf, Josef, Franz, Mutter Amalie, Vater Jakob, Töchter Elise und Anna; davor: die Kinder Adam, Paula und Fritz.

 

-      Johannes Kästel, der „Sauter-Hannes“, heiratete am 19. April 1997 in Mingolsheim die dort geboren Maria Theresia Sieber. Das Ehepaar lebte in Geinsheim, wo es 1910 das bisherige Haus in der Duttweilerstraße verkaufte und das väterliche Anwesen übernahm. Marie Kästel lag eine enge Verbindung zu ihrem Geburtsort Mingolsheim sehr am Herzen, zu ihren Eltern, aber auch zu ihren Schwestern Berta und Rosa sowie deren Nachkommen. Gegenseitige Besuche waren gang und gäbe und finden bei Gelegenheit heute immer noch statt.

Familie des Johannes Kästel in Geinsheim, 1922 (v. l.):

vorne: Tochter Stephanie, Sohn Johannes, Mutter Marie, Vater Johannes, Großvater Jakob, Tochter Anna;

hinten: die Söhne Adam, Friedrich, Andreas und Otto.

 

Die „Sauter-Bas“ Barbara starb am 19. März 1906, ihr Mann Jakob Kästel am 3. Mai 1923. Bis auf den heutigen Tag werden die von Franz Simon Kerlé und vor allem von seiner Tochter Barbara begründeten familiären Beziehungen zwischen dem badischen Ort Mingolsheim (heute Ortsteil von Bad Schönborn) und den pfälzischen Orten Geinsheim und Duttweiler (mittlerweile nach Neustadt eingemeindet) immer noch gepflegt.

Besuch aus Mingolsheim bei Verwandten in Geinsheim, November 2013 (v. l.):

Renate Bender, Brigitte Frank, Horst Appel, Norbert Kästel, Marianne u. Rudi Horix.